Projekte

Projektstandort Kokerei Zollverein, Essen HD-Anlage & Feinreinigung (2011)
Die Kokerei Zollverein in Essen ist gemeinsam mit der benachbarten Zeche seit 2001 UNESCO Weltkulturerbe. Die Kokerei wurde in den Jahren 1957 bis 1961 in Anbindung an die Zentralschachtanlage Zollverein XII errichtet und war von 1961 bis 1993 aktiv. Zu dieser Zeit galt sie als die modernste Kokerei Europas. Die Gestaltung der Kokerei übernahm ebenso wie bei Schacht XII, Fritz Schupp. Zwischenzeitlich waren dort bis zu tausend Menschen beschäftigt, jedoch wurde die Anlage aufgrund der Stahlkrise in den 1990er Jahren und der damit fallenden Koksnachfrage am 30. Juni 1993 stillgelegt. Der Standort ist heute ein Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft mit Schwerpunkt auf Design und Architektur. Für diese beiden denkmalgeschützten Gebäude des Zollverein-Ensembles gilt es neue Nutzungen zu finden. Dabei geht es vorrangig um neue Arbeitswelten in besonderer Umgebung. Die beiden Spezialimmobilien müssen für eine neue zeitgemäße Nutzung umgebaut werden. Wichtig dabei ist die Gebäude in Nutzerfreundliche Einheiten flexibel unterteilen zu können. Die Herausforderung besteht darin, die historische Substanz und die technischen Anlangen soweit wie möglich zu erhalten um den Charakter des Standorts zu bewahren.

Projektstandort Ehem. Güterbahnhof Köln-Ehrenfeld (2011)
Der Kölner Stadtteil Ehrenfeld ist geprägt durch das Nebeneinander von Wohn- und Gewerbeflächen. Seit mehreren Jahren ist jedoch die Gewerbetätigkeit rückgängig und frei werdende Räume werden zunehmend neu genutzt, besonders durch die „Kreative Klasse“. Viele kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Unterhaltungsbereich, aus Design und Architektur haben sich in ehemaligen Produktionsstätten „eingenistet“. Häufig wohnt man unmittelbar am oder sogar im Arbeitsplatz. Damit einher entsteht eine entsprechende Infrastruktur: Gastronomie, Einzelhandel etc. Das Quartier befindet sich im Wandel, es wird bereits von der „Marke Ehrenfeld“ gesprochen. Die Aufgabe besteht darin, eine Nutzungskonzeption und eine städtebauliche Struktur für den Ort zu entwickeln. Ziel ist ein dichtes, multifunktionales Quartier, in dem Wohnen und Arbeiten miteinander kombiniert werden sollen. Wichtige Fragestellungen sind der Umgang mit den Lärmemissionen der Bahn, die Art der Erschließung des fast gänzlich von Bahntrassen und bestehender Bebauung umschlossen Grundstücke und einer Phasierung der Gesamtentwicklung.