Praxisbezug und Abschlussqualifikation

Praxisbezug
Die besondere Qualität des Weiterbildungsstudiengangs entsteht einerseits durch Verknüpfungen mit aktuellen Forschungsprojekten zum Themenfeld der Bestands- und Flächenentwicklung und andererseits durch die ausgeprägte Praxisnähe, die durch die Kooperation mit den Partnern aus Industrie und Wirtschaft garantiert wird. Die Lehrmodule des Studiengangs werden von Vorträgen und Diskussionsrunden begleitet, die den Bezug zu aktuellen Problemstellungen und Strategien herstellen.

Modul 12: Praxisprojekt (10 CP)
Im Rahmen dieses Moduls befassen sich die Studierenden in kleinen Arbeitsgruppen mit Übungsprojekten: Gedacht ist ein Nutzungsmix aus Büroflächen, Handel und Gastronomie ggf. in Kombination mit einem Hotel. Dabei geht es um verschiedene Teilmärkte des Immobilienmarkts. Auf der Basis einer sorgfältigen Marktanalyse müssen Entscheidungen getroffen werden, ob eine Nachfrage auf dem Immobilienmarkt begründet ist und in welchen Marktsegmenten das Projekt platziert werden kann. D.h. die Teilnehmer werden abwägen und argumentieren müssen, mit welchem Mix an Nutzungen an einem gegebenen Standort die gewünschten Synergieeffekte erwartet werden können, um das Vorhaben insgesamt finanzierbar und im Sinne der Erwartungen eines Investors langfristig hinreichend rentabel zu machen. Auf der Basis einer Standort- und Marktanalyse und einer planungs- und baurechtlichen Beurteilung erarbeiten die Teams eine Machbarkeitsstudie sowie einen Meilensteinplan. Sodann werden der Konzeptentwurf für eine mögliche Entwicklung am Standort sowie eine Schätzung des Kostenrahmens erwartet. Das Investitionsbudget ist mit einem Finanzierungsplan und einer dynamisierten Wirtschaftlichkeitsberechnung zu untersetzen. Dazu sind multidisziplinäre Anforderungen zu erfüllen (Architektur, Ökologie, Recht, Betriebswirtschaft), um zu erlernen, wie das Fachwissen mehrerer Gebiete in der Praxis gebündelt werden kann.

 

Masterarbeit (30 CP)
Die Masterarbeit bildet den Abschluss des Weiterbildungsstudiengangs. Mit der Masterarbeit soll nachgewiesen werden, dass die Kandidatin bzw. der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem der Immobilienentwicklung eines Redevelopmentprojektes selbständig nach wissenschaftlichen, technischen und gestalterischen Methoden zu bearbeiten.

Der Themenwahl und Vorbereitung der Aufgabenstellung wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Studiengangsleitung definiert pro Jahr zwei Themen, welche besonders sorgfältig vorbereitet und dem zu erwartenden, hohen Kenntnisstand der Studenten angepasst herausgegeben werden. Die Aufgabenstellung wird sowohl synthetische als auch analytisch-wissenschaftliche Komponenten beinhalten. Selbst gewählte Aufgabenstellungen sind grundsätzlich möglich, müssen von der Studiengangsleitung begutachtet und zugelassen werden.

Es wird erwartet, dass die Kandidaten eigenständige Positionen beziehen und die fachspezifischen Kenntnisse in integrierte, umfassende Konzepte übersetzen. Die Betreuung der Masterarbeit dient insofern eher der Überprüfung von Grundannahmen und Konzepten sowie der Feinausrichtung eingeschlagener Wege. Die Art der Durchführung der Masterarbeit, d.h. die Einzelbetreuung, die Diskussion in Gruppen bei regelmäßigen Kolloquien sowie die abschließende öffentliche Präsentation des Projektes fördern die Schlüsselkompetenzen der Studierenden, d.h. ihre Fähigkeit zum selbständigen Handeln, Kommunizieren und Interagieren.

Die Praxisprojekte und die Masterarbeit werden von den Industriepartnern zur Verfügung gestellt. Betreut werden diese Projekte von der Studiengangsleitung sowie einem Vertreter des Projektstifters.

Abschluss Master of Science in Redevelopment
Nach erfolgreichem Abschluss wird den Absolventen von der Fakultät Architektur der Rheinisch- Westfälischen Technischen Hochschule Aachen der akademische Grad “Master of Science in Redevelopment” verliehen.